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„Das Ende einer Epoche“ – so lautet auch der Titel zweier Sonderausstellungen im Kreis-Bergbaumuseum in Herdorf-Sassenroth, die an diese geschichtsträchtige Zeit erinnern. Ab Sonntag, 13. April, heißt es zunächst: „Grube Füsseberg-Friedrich Wilhelm – Mineralien und mehr“. Die Ausstellung zur Grube „Georg“ folgt im Herbst.
Als in den 1960er Jahren im Duisburger Hafen die ersten Schiffe mit billigem Erz aus Brasilien andockten, war das Schicksal der Gruben an Sieg, Heller und Wied endgültig besiegelt. 2500 Jahre Erzbergbau waren Geschichte – das Ende einer Epoche. Vor genau 60 Jahren, am 31. März 1965, wurden mit „Füsseberg-Friedrich Wilhelm“ in Daaden-Biersdorf und „Georg“ in die letzten des Siegerländer-Wieder Eisenerzreviers stillgelegt.
„Füsseberg-Friedrich Wilhelm“ war die größte Grube im Kreis Altenkirchen mit zeitweise über 1000 Beschäftigten und 1200m Tiefe. Gezeigt werden Mineralien, Gruben- und Lagepläne der Bergwerke auf dem Florz-Füsseberger Gangzug (Wolf/Friedrich Wilhelm/Einigkeit/Füsseberg/Glaskopf) sowie zahlreiche seltene historische Aufnahmen zur Geschichte und zur Grubenschließung.
Museumsleiter Achim Heinz: „Die neue Ausstellung ist wie so oft von Thomas Düber konzipiert worden. Unterstützt wurde er von Alfons Bender, Michael Bender (Arbeitskreis Heimatgeschichte im Westerwaldverein Daaden) und Carsten Trojan. Darüber hinaus stellten namhafte Sammler absolute Topmineralien zur Verfügung. Die sind so noch nie gezeigt worden, eine Präsentation mit Seltenheitswert. Das Bergbaumuseum entwickelt sich immer mehr zu einem Forum für Menschen, die unsere Regionalgeschichte engagiert und fachkundig präsentieren.“
Die Sonderausstellung ist ab 13. April jeden Sonn- und Feiertag von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Nach Vereinbarung sind fachkundige Führungen – auch zu anderen Zeiten – möglich.Anmeldung hierzu beim Bergbaumuseum unter Tel. 02744-6389.
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